Dienstag, 31. August 2010

BUFFALO, HOT CHICKEN und HOT SPRINGS

Samstag, 28.8.2010: Watson Lake nach Fort Nelson/Kanada (546 km)
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Nach dem Aufstehen geht es wieder ans Zusammenpacken. Es war sehr angenehm hier zu übernachten. Alles sehr sauber und freundlich.


Ein letzter Blick zurück und dann stehen die nächsten paar Hundert Kilometer auf der Tagesordnung.


Plötzlich komme ich an einen Elch- Highway. Die Strasse ist voller Elchscheisse und es gibt etwas besonderes daran.

Jeder Haufen wurde vor der weissen Linie gemacht. Die Elche hier achten scheinbar darauf, die Strassen nicht zu beschmutzen.


Dieser Elch dürfte nicht gleich über die Strasse gekommen sein. Er hat scheinbar etwas länger warten müssen – entsprechend ist sein Haufen auch etwas grösser.


Etwas später sehe ich meinen ersten Büffel – hier BUFFALO genannt. Ich schalte den Motor ab und lasse das Motorrad ausrollen, um den Büffel nicht zu erschrecken. Er grast gemütlich neben der Strasse und scheint mich nicht wirklich wahr zu nehmen.


Und weiter geht es. Am Strassenrand liegen die Abfallprodukte der modernen Zivilisation – ein zerrissener Reifen. Einer von vielen, die ich immer wieder sehe.


Und dann wird auch schon vor Büffeln gewarnt. Ich hab meinen ersten ja bereits gesehen heute.


Und da sehe ich auch schon meinen nächsten Büffel. Er liegt in einer Erdmulde und sonnt sich.


Ich stelle das Motorrad ab, schnappe mir meine Kamera und nähere mich vorsichtig dem Büffel. Er schein zu schlafen.


Plötzlich öffnet er die Augen und schaut mich an. Schon wieder so ein Tourist, der mich begafft...


Na gut, dann mach ma halt a bisserl eine Action.


Einmal gehts noch...


Jetzt sagst aber nichts mehr oder...


Ich bin keine 5 Meter von dem Büffel entfernt und schiesse diese tollen Fotos, sensationell! Plötzlich erhebt sich der Büffel...


Mir wird ganz anders, beim Anblick dieses Riesenkolosses. Ich gehe rückwärts gleich ein paar Meter zurück, den Büffel immer im Blickfeld, damit ich richtig losrennen kann, wenn er auf mich losgehen sollte. Und dann gibts noch einmal eine Zusatzrolle.


Plötzlich wird es wirklich ernst. Ich bin dem Büffel scheinbar zu nahe gekommen. Böse blickt er mich an und geht auf mich zu.


OK, ich habe verstanden, es ist Zeit weiter zu ziehen und das mache ich jetzt auch ganz geschwind, da ich mich auf keinen Konflikt einlassen möchte. Die Karten wären dabei zu ungleich verteilt.

Vorsichtig gehe ich zum Motorrad, rückwärts gehend zurück, den Büffel immer im Auge. Wenn der losrennt, habe ich sowieso keine Chance...


Immer wieder begegner mir Radfahrer, die ganz schön aufgepackt sind.


Dieser Radfahrer hat sogar einen Rückspiegel auf seiner Haube montiert.


Zu Mittag schmeisse ich mir ein paar HOT CHICKEN ein. Etwas, was man hier fast überall bekommt, in den unterschiedlichsten Geschmaksrichtungen. Mir sind sie am liebsten mit Chilli!!


Von den HOT CHICKEN geht es dann zn den HOT SPRINGS. Die Kellnerin erzählt mir, das gleich in der Nähe HEISSE QUELLEN sind. Na dann nichts wie hin. Ich überquere die Strasse und gehe durch einen Campingplatz. Über einen Steg geht es durch eine blubbernde Landschaft.


Heute scheint die Sonne ganz prächtig, es hat an die 20 Grad und vor mir warten 52 Grad heisses Wasser.


Es ist ganz schön was los in dem Naturbecken. Über Stiegen gelangt man sehr leicht ins Wasser. Das Wasser ist sehr heiss. An manchen Stellen gar nicht auszuhalten, weil aus dem Boden dauernd neues, heisses Wasser nachsprudelt. Am Rand geht es etwas besser und ich setze mich im Wasser nieder und geniesse die Wärme. Fantastisch!! So was müsste man zu Hause haben...


Es gibt noch eine 2. Quelle etwas oberhalb. Die ist jedoch heute gesperrt, weil sich ein Bär in der Gegend rumtreibt.


Als ich wieder aufbreche, sehe ich auch noch eine ganze Büffelherde.


Manche Touristen aus dem Hot Spring haben den ganzen Tag keinen einzigen Büffel gesehen – und ich gleich eine ganze Herde davon.


Ich geniesse die kurvigen, bergigen Strassen. Zwischendurch regnet es immer wieder. Da ich in kompletter Regenmontur fahre ist das kein Problem. Und dann sehe ich sogar einen doppelten Regenbogen – toll!


Immer wieder tun sich gewaltige Bergmassive vor meinen Augen auf.


In meiner Richtung braut sich ein ordentliches Gewitter zusammen. Ich habe keine Wahl, da muss ich durch.


In den Bergen sind die Benzinpreise um ein Drittel teurer. Hier kostet der Liter Benzin 1,799 kanadische Dollar, das ist ganz schön heftig. Es gibt aber keine Alternative.



Am Waldesrand stehen 2 Karibu und beobachten mich interessiert.


Die Strecke ist wunderbar kurvig und toll zum Fahren.


Ob am Ende des Regenbogens wohl ein Schatz vergraben sein mag...?


Am späteren Abend, so gegen 20:00 Uhr komme ich dann in Fort Nelson an. Was ich da dann erlebt habe, was ich mit Drogensüchtigen und Alkoholikern zu tun hatte – das erzähle ich dann morgen...

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