Mittwoch, 22. September 2010

YOSEMITE NATIONALPARK UND ERSTER WÜSTENKONTAKT

Samstag, 18.9.2010: Yosemite Village nach Bishop/USA-Kalifornien
----------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachdem ich gestern Abend von einem BÄRENSCHNAUFEN aus dem Schlaf geweckt wurde, lauschte ich ganz angespannt. Und dann hörte ich es wieder...

Mein rechter Nasenflügel gab dieses seltsame Geräusch von sich. Durch eine Nasenscheidewandverengung (ja, das heißt so) ist der rechte Nasenflügel manchmal verstopft. Und dieser Nasenflügel hat das Geräusch verursacht.

Das kommt davon, wenn man sich zu viele Horrorgeschichten reinzieht. Irgendwann schlafe ich dann doch ein.


Kaum auf, gähne ich um die Wette. Am liebsten würde ich ja noch länger schlafen. Ich weiß aber nicht, wann die Parkranger kommen und mich stampern.


 Und so krabble ich aus meinem Zelt und schaue was draußen so los ist. Gestern Nacht, als ich spät in der Nacht angekommen bin, habe ich nicht mehr viel gesehen.


Das hier ist ein Campingplatz mit fixen Zelten, die man mieten kann. Vor jedem Zelt befindet sich ein eigener Behälter für die Lebensmittel, der Bärensicher ist.


 Auf mich wartet die wunderbare Bergwelt des Yosemite Nationalparks.


Yosemite Village ist so das Zentrum des Nationalparks. Es ist ein kleines Dorf mit ein paar Häusern für die Parkranger und deren Familien und einer Lodge und den Campingplätzen.

Von hier aus gehen kostenfreie Busse zu allen Sehenswürdigkeiten.


In der Lodge gibt es ein nicht gerade günstiges Restaurant. Zum Frühstück bestelle ich mir das Hauptmenü: 2 x Pfannkuchen, 2 Einer, 2 x gebratener Speck und Tee.

Noch mehr EIER kann man in einem Frühstück nicht verarbeiten.


Im Park gibt es jede Menge Eichkätzchen, die man eigentlich nicht füttern sollte. Dieses Exemplar ist ein ganz frecher und kommt ganz nahe ran.


Meine erste Station ist der Yosemite Lower Fall, den ich zu Fuss leicht erreichen kann. Aus dem Wasserfall wird jedoch nichts, da es um diese Zeit fast kein Wasser mehr gibt. Kein Wunder bei den hiesigen Temperaturen.


Ich fahre in die Berge hoch zum GLACIER POINT. Unterwegs mache ich ein Foto vom Blick zurück ins YOSENMITE VALLEY.


Nach zirka 30 Kilometern bergauf bin ich am GLACIER POINT und wie ich vermutet habe, gibt es hier KEINEN Glacier, also keinen Gletscher. Die, die es einmal gegeben hat, sind durch die Erderwärmung bereits verschwunden.


Dafür gibt es eine traumhafte Aussicht. Einer der imposantesten Berge hat den selben Namen wie mein Zelt – HALF DOME.


 Als ob die eine Hälfte irgendwann einmal abgebrochen ist steht er groß und mächtig in der Bergwelt da.


Von hier oben auf 2.199 Metern kann man direkt auf den Zeltplatz von letzter Nacht schauen – die Felswand geht fast senkrecht runter.


Beeindruckende Felsformationen, die hier entstanden sind. Diese sieht aus, wie ein Wolf, der gerade in den Abgrund springt.


Es geht wieder zurück ins Yosemite Village und von dort weiter nach Norden. Immer wieder tun sich neue, steile Felswände auf.


Auch hier hat das Feuer gewütet und Wälder vernichtet.


An einer Tankstelle treffe ich auf eine Gruppe reiferer Herren, die mit ihren Harleys übers Wochenende unterwegs sind.


Ganz prägnant für den Nationalpark sind die schrägen, glatt geschliffenen Felsplatten der Berge, die man leicht hinaufgehen kann.



Am TENAYA LAKE lege ich eine Pause ein. Ein wunderschöner Gebirgssee. Es hat an die knapp 30 Grad Celsius hier.


Über den TIOGA PASS geht es auf 3.515 Metern Höhe und dann ganz steil runter nach LEE VINING. Damit verlasse ich auch wieder den Yosemite Nationalpark an der Ostseite.


Um nach BISHOP zu gelangen wähle ich die Route über den Higway 120, der im Winter geschlossen ist und tauche in meine erste richtige Wüstenlandschaft ein.



Ich bin fast alleine unterwegs auf dieser einsamen Straße. Hier sollte einem nichts passieren. Für Notfälle habe ich jetzt ja mein eigenes Zelt mit.


Im Abendrot führt eine Straße direkt in den HIMMEL.


Da will ich derzeit noch nicht hin und so setze ich meine Reise fort.

Die Straße ist sehr kurvig und ähnelt einer Hochschaubahn, da die Straße an die Umgebung angepasst wurde anstatt sie einzuebnen.

Es geht also ständig rauf und runter, teilweise hebt das Motorrad sogar richtig ab von der Straße.


Diese gelben Sträucher, neben der Straße betören meine Nasenflügel. Sie verbreiten einen wunderbaren Duft in dieser spannenden Umgebung.

Vorbei an einer verfallenen Westernstadt geht es auf den Higway 6, der wieder sehr stark befahren ist, nach BISHOP, wo ich heute übernachten werde.


In Bishop angekommen gibt es kein Hostel und der Zeltplatz ist wegen eines Konzertes ausgebucht.

Also nehme ich mir ein Motel mit Badewanne, Kingsizebett und WIFI und kann an meinen Blogs weiter schreiben, nachdem ich einem Chinesen sein ALL YOU CAN EAT Buffett geplündert habe.

Kommentare:

  1. Servus

    Herrliche Bilder!
    Dort würde ich auch gerne mal hin wollen.
    Ein Traum noch aus meiner aktiven Kletterzeit....

    Liebe Grüße
    hermann

    AntwortenLöschen
  2. Lieber Hermann!

    Just do it! Du hast nur ein Leben.
    Liebe Grüsse,

    Josua

    AntwortenLöschen